Eine kurze historische Übersicht

1937
Spatenstich Nietzsche-Gedächtnishalle
1945
Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes
1946–2000
Sender Weimar und MDR-Funkhaus
2006
Invest-Ruine
2024
Stiftung Sendehalle Weimar

Achtung: Symbole aus der NS-Zeit können in Fotos im historischen Kontext auftauchen.


Skizze Nietsche Halle
Skizze Nietzsche-Gedächtnishalle (Außenansicht)
Quelle: Fotothek Klassik Stiftung Weimar
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

Oktober 1934

Adolf Hitler spendet privat 50.000 Reichsmark – damit beginnen Neu-Planungen für eine Nietzsche-Gedächtnishalle unter Architekt Paul Schultze-Naumburg.

Planungen für ein Nietzsche-Monument aus den Jahren 1910-12 von Harry Graf Kessler und Henry van de Velde waren nicht zuletzt durch ein Zerwürfnis mit Elisabeth Förster-Nietzsche verworfen worden.


GSA_72_2610_Seite155
Ausheben der Baugrube
Quelle: Fotothek Klassik Stiftung Weimar
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

Juli 1937

Zeitgleich mit dem Baubeginn an der Nietzsche-Gedächtnishalle kommt der erste Transport mit Häftlingen im Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg an.


Richtfest der Nietzsche-Gedächtnishalle, August 1938
Richtfest der Nietzsche-Gedächtnishalle,
August 1938
Quelle: Fotothek Klassik-Stiftung Weimar

August 1938

Richtfest Nietzsche-Gedächtnishalle. Durch materielle und finanzielle Engpässe wird das Gebäude erst 1940 fertiggestellt. Die Gedächtnishalle sollte nie durch die Nationalsozialisten geweiht werden.


Nietzsche-Halle 14.02
Luftansicht der Nietzsche-Gedächtnishalle
Quellenangabe: NCAP / Christian Handwerk

1944–1945


img227
„Radio DDR – Sender Weimar“
Quelle: Christian Handwerck
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

Juni 1947

Zum ersten Mal wird von hier aus live Radio gesendet. Nach Leerstand der Nietzsche-Halle hatte die Thüringische Landesverwaltung dem Landessender Weimar das Gebäude zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Mal eine Umnutzung. DEFA-Synchronisationsstudios kommen hinzu und ein akustisch ausgeklügelter Sendesaal, der heute noch komplett erhalten ist.


137_Sendehalle_NKFotografie_Neues-Forum
Neues Forum vor der Sanierung
Foto: Nora Klein, 2025
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

August 1989

Die politische Wende in der DDR wird auch zum Wendepunkt im Sendehaus: Mehrheitlich entscheiden die Redakteure des staatlichen Rundfunks, dass – entgegen der Direktive aus Berlin – von hier aus über die politischen Veränderungen in der DDR berichtet wird. Der Programmkonferenzsaal heißt bis heute das NEUE FORUM.


Dieter Thomas Heck moderiert aus Weimar
Dieter Thomas Heck moderiert aus Weimar, 14.01.2000
Quelle: picture-alliance / ZB / Gordon Schmidt
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

Januar 1992

Der neu gegründete Mitteldeutsche Rundfunk übernimmt den Gebäudekomplex als Landesfunkhaus und sendet bis 2000 täglich aus Weimar.


074_Sendehalle_NKFotografie_Kreuzgewoelbe-Souterrain
Flauschige Liebesschaukel, Club 5018
Foto: Nora Klein, 2025
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

2006

Das Gebäude wird an einen in Moskau lebenden Oligarchen verkauft. Es gibt in den folgenden Jahren einige illegale, einige geduldete und wenige öffentliche Veranstaltungen. Das Gebäude verkommt, verfällt aber nicht.


Neonkunst_Wandelgang_Erdgeschoss_Sendehalle
Neonschriftzug der SENDEHALLE Weimar
Foto: Stiftung Sendehalle Weimar

November 2024


Ghost Busters quer
Florian Dejmek, Martin Kranz und Jonathan Bauer
Foto: Nora Klein, 2025
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

Die SENDEHALLE ist offizieller Veranstaltungsort! Bis zum Jahresende werden bereits 12.000 Gäste durch den Gebäudekomplex geführt und 2.500 Schülerinnen und Schüler nehmen an diversen Bildungsformaten im Haus teil.

Ehrenamtliche Helfer hatten den Gebäudekomplex seit Jahresbeginn von 500 Tonnen Müll und Schutt befreit.